Audi AG – Instandhaltung in das SAP SRM integriert

Statement des Kunden:

In langfristiger Zusammenarbeit mit 2bits wurde eine erfolgreiche, äußerst integrative Kommunikation der Systeme EAM und SRM bei Audi geschaffen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war dabei sowohl das tiefe Know-How der Mitarbeiter von 2bits, als auch deren Erfahrung aus der Mitarbeit im Vorprojekt SAP SRM bei Audi. Dadurch konnten auch detailreiche Sonderfälle bereits in der Konzeption mit berücksichtigt und effizient implementiert werden.

Jens Geissler, Audi AG, IT-Projektleiter Fahrzeuganlaeufe Neckarsulm

 

Die AUDI AG nutzt das Modul SAP-EAM mit tiefer Integration in das bestehende SAP SRM System im erweitert klassischen Szenario.

Die Herausforderung:

Seit 2009 setzt Audi SAP SRM im Extended Classic Szenario in Verbindung mit dem Poet Katalog für die Anforderung, Genehmigung, Bestellung und Bestätigung von indirekten Einkaufsleistungen ein.Die AUDI AG hat jetzt im Rahmen der Neueinführung der Instandhaltungslösung EAM (Enterprise Asset Management) der SAP AG sich für eine sehr tiefe Integration in das bestehende SAP SRM System entschieden. Bestellanforderungen (BANFen) für Materialien aus dem EAM oder der Materialdisposition werden an das SRM übertragen und dort –sofern erforderlich- genehmigt und durch den Einkauf bearbeitet.

Die Aufgaben:

Neueinführung der Instandhaltungslösung ohne Störung der laufenden SRM Prozesse. Dabei sollte der gleiche Katalog wie im SRM genutzt werden, ohne jedoch doppelte Datenpflege zu betreiben, außerdem sollten die bestehenden SRM Mappings auch für das EAM genutzt werden. Neben Katalogen sollten auch Leistungen in Form von Limits genutzt werden, diese werden von Audi im SRM aber nicht genutzt.

 

Neben der Neubeschaffung war ein Schwerpunkt der Aufarbeitungsprozess, hier werden defekte Teile beigestellt und beauftragt. Beschafft wird nur die Leistung diese Teile aufzuarbeiten, dieser Prozess ist im Standard SRM komplett unbekannt. Da im Laufe des Lebenszyklus einer Anforderung es immer wieder zu Ablehnungen kommt, die Instandhaltung diese Teile aber trotzdem benötigt, wurde ein Tool gesucht das gelöschte Komponenten wieder als neue Komponenten einstellt. Bei Ablehnungen bzw. Mengenminderungen sollten auch die BANFen bzw. Aufträge angepasst werden damit es konsistente Daten zwischen den Systemen gibt. Dispositions BANFe sollten auf Werk/ Lagerortebene kumuliert werden und als Einkaufswagen genehmigt werden. Wareneingänge und Leistungserfassungen im EAM sollten erst nach einer erfolgreichen Bestellbestätigung des Lieferanten im SRM buchbar sein.

Die Lösung:

Mitarbeiter der Firma 2bits GmbH betreuen den Kunden Audi im gesamten Bereich der Abbildung der Fremdbeschaffungsprozesse da bereits ein tiefgreifendes Know-How vorhanden ist. Die Firma 2bits hat sich mit ihrem Lösungsansatz A² ActiveAccelerator auf die Abbildung der A- und B-Teile Beschaffung spezialisiert und konnte so einen wichtigen Beitrag hierzu leisten.

Besonderheiten des Projektes:

Da es im SRM eine Reihe von Erweiterungen gibt musste auch der Fremdbeschaffungsteil im EAM erweitert werden, hierzu wurden alle relevanten SRM Beschaffungsfelder im EAM abgebildet, um eine möglichst reibungslose Integration zu gewährleisten.

Der Nutzen:

Audi setzt eine tief integrierte Lösung zwischen den EAM und dem SRM ein, die alle Aspekte des P2P Prozesses abdeckt.

Fakten zum Unternehmen

Der Audi-Konzern hat im Jahr 2013 rund 1.575.500 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2013 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von rund € 37 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 3,74 Mrd. Das Unternehmen ist global in mehr als 100 Märkten präsent und produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Brüssel (Belgien), Bratislava (Slowakei), Martorell (Spanien), Kaluga (Russland), Aurangabad (Indien), Changchun (China) und Jakarta (Indonesien). Seit Ende 2013 fertigt die Marke mit den Vier Ringen zudem in Foshan (China), ab 2015 in São José dos Pinhais (Brasilien) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko). 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die quattro GmbH (Neckarsulm), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien).

Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit knapp 73.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Von 2014 bis 2018 plant es Gesamtinvestitionen in Höhe von rund € 22 Mrd. – überwiegend in neue Produkte und nachhaltige Technologien. Audi steht zu seiner unternehmerischen Verantwortung und hat Nachhaltigkeit als Maßgabe für Prozesse und Produkte strategisch verankert. Das langfristige Ziel lautet CO2-neutrale Mobilität.

Das Projekt auf einen Blick:

Vorteile:
Sicherstellung eines reibungslosen Fremdbeschaffungsprozesses unter Einhaltung der Audi Beschaffungsregeln. Steigerung der Benutzerfreundlichkeit.

Projektdauer:
Ca. 2 Jahre vom Business Blueprint bis zum Going Live, 2 erfolgreiche Rollouts, es folgen weitere 14 Rollouts.

Anzahl der User:
ca.2.500 im Instandhaltungssystem EAM, ca. 25.000 im Beschaffungssystem SRM.

Anzahl der Transaktionen:
Ca. 400.000 Bestellungen pro Jahr

Technische Infrastruktur:
IBM Server in einer virtualisierten Umgebung.

Besonderheiten:
Die Kontierung der EAM Aufträge soll im SRM auf den Abrechnungsregeln des Auftrages anstatt auf der originären Auftragsnummer laufen. Sämtliche einkaufsrelevanten Felder im EAM Auftrag sollen nach der Übertragung an das SRM nicht mehr änderbar sein, bei Katalogartikeln soll das schon sofort der Fall sein. Komplette Integration des Aufarbeitungsprozesses obwohl der SAP Standard im SRM dieses nicht unterstützt.